Oelstand messen

Wenn in der Fahrschule das Thema Technik auf dem Plan steht, dann kommt immer auch das Motoröl eines Fahrzeugs und die Überprüfung des Ölstands zur Sprache. Was in der Fahrschule sehr leicht von der Hand geht, gerät mit der Zeit immer weiter in Vergessenheit. Aus diesem Grund wollen wir in diesem Artikel noch einmal auf alle Feinheiten der Ölstandsmessung eingehen und diese vertiefen.

Gelber Ring Oelstab

Wo den Ölstand messen?

Diesen gelben Ring hat fast ein jedes Auto. Hin und wieder ist der Ring auch rot. Es funktionieren jedoch alle gleich. Wenn man an dem Ring zieht, löst sich dieser vertikal und der daran befindliche sog. Ölpeilstab lässt sich herausziehen. Der Ölstab reicht tief genug, um den Ölstand in der Ölwanne zu messen.

Wie funktioniert ein Ölstab?

Wenn Sie den Ölstab bis zum Ende aus dem Motor gezogen haben, erkennen Sie am Ende des Stabs eine breitere Stelle mit einigen Markierungen. Dieser Part des Stabs ist zum Messen des Ölstands zuständig. Der Stab selber reicht durch eine Leitung bis in die Ölwanne des Fahrzeugs. An dieser Stelle wird die vorhandene Ölmenge im Auto festgestellt.

Wie messe ich den Ölstand?

Bevor Sie den Ölstab aus dem Motor ziehen, ist es wichtig, dass Sie sich bspw. ein wenig Küchenrolle bereitlegen. Diese wird im Verlauf der Ölmessung zum Einsatz kommen. Denn wenn ein Fahrzeug in Bewegung ist, dann bewegt sich auch das Motoröl in der Ölwanne und benetzt unter anderem auch den Ölstab, den wir zur Messung des Ölstands benötigen. Es kann also sein, dass der Ölstab beim aus dem Motor ziehen vollständig ölig ist. Das ist jedoch vollkommen normal.

Nun die einzelnen Schritte zum Ölwechseln:

Schritt 1: Küchenrolle bereitlegen

Schritt 2: Ölstab aus dem Motor ziehen und den Ölstab mit der Küchenrolle reinigen

Schritt 3: Den Ölstab wieder in den Motor stecken

Schritt 4: Den Ölstab aus dem Motor ziehen

Schritt 5: Anhand des Öls auf dem Ölstab sehen Sie, wie viel Öl noch im Motor vorhanden ist

Sobald der Ölstand das zweite Mal aus dem Motor gezogen wurde, kann anhand der „Verölung“ des Ölstabs der Ölstand gemessen werden.

Ist auf dem Ölstab gar kein oder nur wenig Öl zu sehen, hat der Motor für den Betrieb kein Motoröl mehr. In diesem Fall ist höchste Vorsicht geboten. Es wird dazu geraten, den Motor nicht mehr in Betrieb zu nehmen, bis neues Motoröl eingefüllt wurde.

Sollte der Motor mit zu wenig Motoröl befüllt sein, kann es im schlimmsten Fall sehr schnell zum Motorschaden kommen. Die Kolben werden nicht mehr ordnungsgemäß geölt und heizen sich somit immer weiter auf, dabei können sich einzelne Splitter lösen und zu einem Motorschaden führen. Außerdem zieht die Ölpumpe bei einem zu geringen Ölstand in der Ölwanne zusätzlich Luft, welche dann nach und nach in den Ölkreislauf gepumpt wird und zusätzlich zu Problemen führen kann.

Sollte der Ölstab komplett in Öl „stehen“, ist das ebenfalls nicht optimal. Zu viel Öl erhöht den Öldruck und kann zu Schäden im Motor führen. Auch hier raten wir das Auto nicht mehr in Betrieb nehmen, bis die entsprechende Menge Öl aus dem Motor abgelassen wurde. Andernfalls können Leitungen und Dichtungen platzen, welche ebenfalls zu einem größeren Schaden am Motor führen können.

Alle Werte im optimalen Bereich sind für den allgemeinen Betrieb in Ordnung und das Fahrzeug kann ohne weiteres bewegt werden. Es ist ebenfalls in Ordnung, wenn der Ölstand ein wenig vom Optimum abweicht, aber immer noch in den angezeigten Grenzen liegt. Der Motor kann auch hier mit einer gewissen Abweichung umgehen.

Der Verbrauch von Motoröl ist langfristig im Auge zu behalten.

Moderne Autos sind mittlerweile so weiterentwickelt, dass sie erkennen, wenn zu viel oder zu wenig Öl im Motor vorhanden ist. Bei allen anderen Autos, also einer Großzahl auf den Straßen, ist die Prüfung über den Ölstab ein regelmäßig anstehendes Muss.