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„Tiefer, breiter, härter“ – kaum eine andere Phrase steht für die Tuningszene wie diese. Mit ihren modifizierten und hochgezüchteten Autos erobert die Tuningszene die deutschen Straßen.

Was vor Jahren eher durch verschiedene Filmreihen bekannt wurde, entwickelt sich immer mehr zu einer bundesweiten Leidenschaft und geht weit über das Klischee hinaus, dass es sich nur um laut röhrende und tiefer gelegte Autos handelt. Auch die Automobilhersteller setzen verstärkt auf sportliche Akzente.

Wer im höheren Drehzahlbereich fahren will, sollte jedoch auch die gesamte fahzeugtechnische Abstimmung im Blick haben. Dazu gehören unter anderem widerstandfähigere Mechaniken und strapzierfähige Schmierstoffe. Doch verpflichtet Tuning auch zu Racing- oder Spezialölen? Genau das klären wir im Folgenden!

 

Tuning hat Tradition

Das Tuning kann nicht auf junge Hobby-Tuner mit überschüssigem Testosteron reduziert werden. Dahinter versteckte sich vielmehr eine lange aber bis dahin weniger betrachtete Tradition. In Deutschland gilt der VW Käfer als Ausgangspunkt des Tunings, welcher als zwischenzeitlich weitverbreitetstes Automobil schnell zum beliebtesten Tuning-Objekt der Deutschen wurde. Das Motor-Tuning bildete den Startpunkt, um aus den Motoren das letzte Quäntchen Leistung heraus zu kitzeln. Hinzu kam auch die optische Anpassung der Fahrzeuge, wie bspw. das Tieferlege, Spurverbreiterungen u.v.m. Diese Art des Tunings wurde anfangs nur von den Autofahrern selbst ausgeführt. Vor einigen Jahren sprangen aber auch die Automobilhersteller auf den Tuning-Zug auf. Sportserien und leistungsverbesserte Motoren gehören mittlerweile zum gängigen Angebot.

 

 

Motortuning – die Königsdisziplin

Das Motortuning ist von seinen Möglichkeiten aber auch Risiko, die schwierigste Disziplin. Mittels Chiptuning, OBD-Tuning oder Modultuning werden bspw. die Motoren per elektronische Eingriffe in ihrer Leistung verbessert. Die Automobilhersteller setzen beim Thema Motortuning vielmehr auf eine Vergrößerung des Hubraums, Steigerung der Drehzahl und dem Zylinderdruck. Allesamt führen neben der Leistungssteigerung natürlich auch zu einer höheren Beanspruchung der Motoren. Und dieser Belastung ist der gesamte Motor ausgesetzt. Folglich gilt es auch diesen auf die Leistungssteigerungen anzupassen. Wer dies verpasst, nimmt einen schnellen und auch gefährlichen Verschleiß in Gefahr. 

 

Die Verschleißgefahr beim Motortuning

Das regelmäßige Fahren im hohen Drehzahlbereich und das Erreichen der Leistungsgrenze des Motors hinterlassen ihre Spuren. Einzelne Motorteile und das Getriebe werden durch die Leistungssteigerung stärkeren Belastungen ausgesetzt und das führt zu einem erhöhten Verschleiß. In vielen Fällen sind vor allem die Auslassventile, Ventilsitze, Turbolader und die Kraftstoffpumpe gängige Unruheherde bei getunten Autos. Um dieser Gefahr zu begegnen, sollten neben technischen Anpassungen, wie bspw. der Bremsanlage, auch auf die passenden Schmiermittel geschaut werden. Dort gehört natürlich auch das richtige Motoröl zu!

 

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Das richtige Motoröl: Muss es ein Racing Öl sein?

Es scheint im ersten Moment sinnig, einen getunten Motor mit Racing-Ölen zu versorgen. Wenn die Ölhersteller extra Racing Öle verkaufen, sollten diese doch auch für Autos mit getunten Motoren geeignet sein. Doch wann macht ein Racing Öl überhaupt Sinn?

Diesbezüglich ist es wichtig, die Zusammensetzung der Motoröle genauer zu betrachten. Eben diese Motoröle bestehen zu 90% aus den Grundölen, dem Öl aus der Raffinerie. Dies macht deutlich, dass das Grundöl die allerwichtigste Komponente ist. Wenn das getunte Auto nicht gerade vor einem Youngtimer Status steht, wird es in der Regel ein synthetisches Motoröl benötigen. Die synthetischen Öle sollen nach dem deutschen Recht entsprechend, auf Basis von Polyalphaolefinen (PAO), Poly-iso-butenen (PIB), oder einer Mischung solcher und ähnlicher synthetisch hergestellten Kohlenwasserstoffen, formuliert werden. In diesem Zusammenhang wird oftmals erwähnt, dass sich durch PAO-Öle Dichtungen zusammenziehen. Damit dies nicht passiert, werden Ester hinzugefügt, die als Lösungsmittel zum Ausdehnen der Dichtungen führen. Beide Wirkungen gleichen sich somit aus. Racingöle von bspw.Ravenol enthalten eine solche PAO-Basis und Ester Zusätze. Im ersten Moment könnte nun die Annahme getroffen werden, dass Racing Öle natürlich besser sind für die Dichtungen und der Preis dieses rechtfertigt. Allerdings muss hier deutlich differenziert werden. Konditionen, bei denen die PAO-Zusätze wirklich Einfluss auf die Dichtungen nehmen, treten erst bei wirklich hohen Belastungen auf. Darunter sind dauerhaft hohe Drehzahlbereiche gemeint, wie sie beim Motorsport auftreten. Zudem werden die Racing Motoröle durch diese Art der Herstellung auch kostenaufwendiger produziert und sind am Ende auch teurer als andere Öle.

In diesem Sinne zählt ein ¼-Meile Rennen oder das schnittige Fahren auf der Autobahn und Landstraße nicht zu solch hohen Belastungen. Im Umkehrschluss bedeutete es, dass ein getuntes Fahrzeug nicht unbedingt auf ein Racing Motoröl zurückgreifen muss. Die wichtigste Komponente, das Grundöl, ist bei einem synthetischen Motoröl bereits gegeben. Und dies genügt für getunte Autos. Acht geben gilt auch bei der Viskosität. Trotz Leistungsanpassungen empfiehlt sich weiterhin die vorgeschriebene Viskosität zu verwenden. Der Wechsel auf eine deutlich höhere Viskosität, wie 10W-60, würde den Motor nur stärker beanspruchen und wiederum einen höheren Verschleiß erzeugen. Hinzu kommt ein höherer Motorverschleiß.