Leichtlaufoele kaufen

In erster Linie dienen Viskositäten als Unterscheidungsmerkmal für Öle. Allerdings findet der Begriff Leichtlauföle immer wieder Anwendung, wenn es um weitere  Unterschiede von Ölen geht. Was genau ist aber ein Leichtlauföl und was sind seine Besonderheiten?

 

Definition Leichtlauföle

Vorab gilt es zu erwähnen, dass die Begrifflichkeit Leichtlauföl weder genormt noch geschützt ist. Es gilt daher eine Definierung aus dem Volksmund.

Die Zusammensetzung des Begriffes beschreibt diese Öle sehr treffend.  Leicht laufen zielt auf die dünnflüssige Konsistenz ab, die aus einem niedrigen Viskositätsindex resultiert.  Genauer gesagt handelt es sich um Öle mit der Klassifikation 0W oder 5W.

 

Damit diese Öle auch bei Niedrigtemperaturen diese Eigenschaften beibehalten und nicht durch den Frost verklumpen, werden sie um die Eigenschaft eines Mehrbereichsöles erweitert. Folglich lassen sich alle Mehrbereichsöle (bspw. 0W-16, 5W-20 oder 5W-40) mit niedrigen Viskositätsklassen (0W & 5W) den Leichtlaufölen zuordnen.

 

Vorteile von Leichtlaufölen

Durch die dünnflüssige Konsistenz entstehen im Motor weniger Reibungen, die zum einen den Motor schonen und zeitgleich den Energieverlust reduzieren. Niedrige Viskositäten verlangen dem Öl  aber auch enorme Belastungen ab. Um diesen standhalten zu können, werden Leichtlauföle  um wichtige Additive angereichert. Leichtlauföle sind somit synthetische Öle, deren Basis spezielle Grundöle wie Synthetik-oder Hydrocracköle bilden und denen wichtige Eigenschaften künstlich hinzugefügt werden. Diese Eigenschaften sorgen zusätzlich zu einem verbesserten Kaltstart.

 

So benötigen dickflüssige Öle beim Kaltstart deutlich mehr Zeit, um an alle Reibungselemente zu gelangen. In dieser Zeit entsteht somit eine enorme Reibung im Motor, die zu mehr Verschleiß führt. Leichtlauföle hingegen verteilen sich in kürzester Zeit im Motorraum.  

 

Kann man Kraftstoffe sparen durch Leichtlauföle?

Durch den angesprochenen Reibungsverlust, der zur Reduzierung des Energieverbrauchs führt, kann durchaus Kraftstoff eingespart werden. Der ADAC hat dazu folgende Statistik entwickelt:

 

Fahrbedingungen Spareffekt
Kurzstreckenverkehr 4% bis 6%
Stadt/Überland gemischt 2% bis 4%
Autobahn Bis zu 2%

 

Grundsätzlich gilt es diese Statistik mit Vorsicht zu genießen. Der individuelle Motortyp, Außentemperatur und Betriebsbedingungen sogen für Abweichungen. Kurz gesagt: Ein rasanter Fahrstil bei sehr leitungsfähigen Motoren sorgt für deutlich geringere Einsparungspotenziale.

 

Sind Leichtlauföle besser als normale Motorenöle?

Leichtlauföle sorgen im Zusammenhang mit Longlife Ölen, die für größere Ölwecheselintervalle sorgen, für noch mehr Geldsparpotenziale. Allerdings sind Leichtlauföle in der Regel teurer als normale Öle. Wer primär Geld sparen möchte, der muss sich auf eine längerfristige Aufgabe einstellen. Zudem gilt der einfachste Grundsatz, dass Leichtlauföle auch nur dann verwendet werden sollten, wenn sie für das eigene Fahrzeug zulässig sind.